Crash vor dem Start, Strategie-Poker im Rennen und ein starkes Debüt: Der Saisonauftakt der Formel 1 in Australien bot sofort reichlich Drama. Am Ende setzte sich George Russell durch und führte Mercedes zu einem Doppelsieg vor Rookie Kimi Antonelli – während Ferrari trotz starker Pace mit Platz drei für Charles Leclerc vorliebnehmen musste.
In aller Kürze
Der Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne begann mit frühem Drama: Lokalmatador Oscar Piastri crashte bereits auf dem Weg zur Startaufstellung und konnte sein Heimrennen nicht antreten, auch Nico Hülkenberg fiel wegen eines technischen Defekts noch vor dem Start aus. Im Rennen übernahm zunächst Ferrari-Pilot Charles Leclerc nach starkem Start die Führung vor den beiden Mercedes von George Russell und Rookie Kimi Antonelli. Mehrere Ausfälle und virtuelle Safety-Car-Phasen brachten Bewegung in die Strategien, wobei Mercedes mit frühen Boxenstopps den entscheidenden Vorteil gewann. Russell eroberte im weiteren Rennverlauf die Spitze zurück und gewann nach 58 Runden vor Teamkollege Antonelli, der bei seinem Formel-1-Debüt direkt Platz zwei holte. Leclerc komplettierte das Podium, Lewis Hamilton wurde im zweiten Ferrari Vierter vor Weltmeister Lando Norris im McLaren. Max Verstappen arbeitete sich nach einem schwierigen Wochenende bis auf Rang sechs nach vorne, während im Mittelfeld Oliver Bearman, Rookie Arvid Lindblad und Audi-Debütant Gabriel Bortoleto Punkte sammelten; den letzten Zähler sicherte sich Pierre Gasly.
Das Rennen
Ein Auftakt mit frühem Schock
Der Saisonstart der Formel 1 in Melbourne hatte noch gar nicht richtig begonnen, da war das erste große Drama bereits passiert. Lokalmatador Oscar Piastri setzte seinen McLaren auf dem Weg zur Startaufstellung in die Streckenbegrenzung und musste seinen Heim-Grand-Prix beenden, bevor die Ampeln überhaupt auf Grün schalteten. Für die Fans auf den Tribünen des Albert Park Circuit war das ein früher Dämpfer – für Piastri selbst eine besonders bittere Szene beim wichtigsten Rennen des Jahres.
Auch für Audi begann die neue Saison denkbar unglücklich. Nico Hülkenberg blieb mit einem technischen Problem stehen und konnte das Rennen gar nicht erst aufnehmen. Damit fehlte eines der neuen Werksteam-Autos bereits vor dem Start im Feld.
Als das Rennen schließlich freigegeben wurde, richteten sich alle Blicke nach vorne. Mercedes hatte die erste Startreihe besetzt: George Russell von der Pole Position, daneben Rookie Kimi Antonelli. Doch die Führung hielt nicht lange. Charles Leclerc erwischte im Ferrari einen starken Start und setzte sich früh an die Spitze, während sich dahinter sofort ein enger Kampf zwischen den beiden Topteams entwickelte.
Der Moment der Strategie
In der Anfangsphase ging es weniger um spektakuläre Überholmanöver als um Positionen und Reifenmanagement. Russell blieb dicht an Leclerc dran, Antonelli hielt Anschluss an die Spitze, während sich Lewis Hamilton im zweiten Ferrari ebenfalls im vorderen Feld etablierte.
Der entscheidende Abschnitt des Rennens begann mit mehreren Zwischenfällen im Mittelfeld. Ausfälle und virtuelle Safety-Car-Phasen brachten Bewegung in die Strategiepläne der Teams. Mercedes reagierte schnell und nutzte die Gelegenheit für frühe Boxenstopps bei beiden Fahrern. Ferrari dagegen entschied sich, länger draußen zu bleiben.
Diese unterschiedlichen Entscheidungen prägten den weiteren Rennverlauf. Mit frischen Reifen konnte Russell später wieder Druck aufbauen und sich Schritt für Schritt die Kontrolle über das Rennen zurückholen. Auch Antonelli profitierte von der Mercedes-Strategie und hielt sich konstant im Spitzenfeld.
In der zweiten Rennhälfte verschob sich das Kräfteverhältnis deutlich. Während Ferrari versuchte, mit späteren Stopps wieder Boden gutzumachen, kontrollierten die Mercedes-Autos das Tempo an der Spitze.
Mercedes setzt das erste Zeichen
Nach 58 Runden überquerte George Russell als Sieger die Ziellinie und sicherte Mercedes den ersten Erfolg der neuen Saison. Hinter ihm komplettierte Kimi Antonelli mit Platz zwei den Doppelsieg für die Silberpfeile – ein bemerkenswertes Ergebnis für den jungen Italiener bei seinem Debüt in der Formel 1.
Charles Leclerc brachte seinen Ferrari auf Rang drei ins Ziel und komplettierte das Podium. Teamkollege Lewis Hamilton folgte als Vierter. Dahinter reihte sich Weltmeister Lando Norris im McLaren auf Platz fünf ein.
Eine der auffälligsten Leistungen des Rennens zeigte Max Verstappen. Nach einem schwierigen Qualifying und Start aus den hinteren Reihen arbeitete sich der Red-Bull-Pilot durch das Feld und beendete das Rennen auf Platz sechs.

Im Mittelfeld sammelten mehrere junge Fahrer wichtige Punkte: Oliver Bearman fuhr für Haas auf Rang sieben, Rookie Arvid Lindblad wurde Achter. Für Audi gab es trotz des frühen Ausfalls von Hülkenberg noch Grund zur Freude – Gabriel Bortoleto holte als Neunter die ersten Punkte für das neue Werksteam. Den letzten Zähler sicherte sich Pierre Gasly im Alpine.
So endete der erste Grand Prix der neuen Saison mit einem klaren Signal aus Brackley: Mercedes setzt in Melbourne das erste Ausrufezeichen. Doch die enge Spitze, strategische Wendungen und mehrere starke Aufholjagden ließen bereits erahnen, dass diese Saison noch viele unerwartete Geschichten bereithalten könnte.
